"Wahre szenen einer Ehe" von Rudolf Geiser
Während sich in Ingmar Bergmanns Paradefilm "Szenen einer Ehe" von 1973 die Protagonisten mehr und mehr verletzen, findet das Ehepaar bei Rudolf Geiser doch immer wieder den Weg nach vorne - trotz der unvermeidlichen Schwiegermutter.
In 32 kleinen Szenen gibt unser Ehepaar Einblicke in zahlreiche Facetten des Ehealltags.Dabei kann man sich keinesfalls über Beziehungsprobleme anderer amüsieren. Im Gegenteil, es bleibt den Zuschauern nicht erspart, sich selbst und Ihre Beziehung wieder zu erkennen.
„Das Oslo-Syndrom“ von Markus Voell
…ist eine Komödie und beschäftigt sich mit der unerklärlichen Sympathie von Geiseln mit ihren Geiselnehmern.
Die beiden Rentner Hans-Georg und Walter wollen zwecks privater Altersvorsorge die Bürgerbank Bottrop ausrauben. Aber im Handumdrehen wird ungewollt eine Geiselnahme daraus, die überraschend endet.
„Es war die Lerche“ von Ephraim Kishon
…ist ein heiteres Trauerspiel vom Altmeister des trockenen Humors.
Romeo und Julia sind jetzt zwanzig Jahre verheiratet- und von der romantischen Liebe ist nichts mehr geblieben. Zänkischer Alltag beherrscht das Miteinander. Da hilft es auch nichts, dass William Shakespeare zurückkehrt und vergeblich versucht, den Frieden wiederherzustellen. Romeo und Julia sterben erneut an Gift - um wieder aufzuerstehen und den Krieg von vorne zu beginnen...
„Pampf – und die Scheibe ist sauber!!“ von Jürgen Hörner
…ist ein Lustspiel und präsentiert dem Zuschauer eine turbulente Komödie in zwei Akten.
Im ersten Akt erhält der Zuschauer Einblick in die großen Schwierigkeiten einer Generalprobe. Deren besondere Komik erwächst aus den vielfältigen Unfähigkeiten des gesamten schrillen Ensembles – angefangen bei der sturen Souffleuse, dem vollkommen überforderten Regisseur, einem ständig falsch mitdenkenden Bühnentechniker bis hin zu den textunsicheren und unkonzentrierten Mitspielern. Private Querelen machen das Chaos perfekt. Klar, dass der zweite Akt mit der Premiere das Chaos noch vergnüglich steigert.
„Currywurst mit Pommes“ von Frank Pinkus und Nick Walsh
…ist eine satirische Momentaufnahme am Rande einer deutschen Autobahn.
Ein Kiosk an einer Autobahnraststätte. Currywurst mit Pommes, Cola und Kaffee, Bratwurst und Frikadellen - mittendrin die Chefin Penny, die am Tag Hunderte von Kunden kommen und gehen sieht. In dieser Szenenfolge sind es 75 Figuren und 56 Szenen. Im ersten Teil beobachtet man sie auf dem Weg irgendwohin, im zweiten auf der Rückfahrt. Und einiges hat sich in den dazwischen liegenden drei Wochen entscheidend verändert. Da gibt es den Rentner, der von seinen Kindern ins Seniorenheim abgeschoben werden soll und gleich wieder "ausbüchst". Dann gibt es die sächsische Familie auf dem Weg nach Italien, die beim Lesen der Karten leider außerordentliche Probleme hat. Da sind zwei junge Männer auf dem Weg zur Aufnahmeprüfung der Schauspielschule. Eine dänische und eine holländische Familie kämpfen um eine Videokamera. Drei Nonnen besuchen ein Konzert von Marius Müller-Westernhagen. Drei Lehrerinnen erhoffen sich in der Toskana aktive Ferien. Das ist ein schriller, verrückter, schneller Comedy-Bilderbogen, der seinen Reiz auch daraus bezieht, dass die vielen Rollen von einem kleinen Ensemble gespielt werden.
„Vorhang! oder: Würden Sie bitte die Bühne verlassen?“ von John Chapmann
…ist eine beißende Satire über die Bretter, die die Welt bedeuten. Hier bleibt selbst Shakespeare nicht verschont und wird zum Langweiler degradiert.
Zwei befreundete Paare treffen sich zum Dinner. Der Abend verläuft nicht harmonisch. Er endet damit, dass eines der Paare sich trennen will. Die Stimmung ist angespannt. Im weiteren Verlauf soll es zum Partnertausch kommen, der alle wieder glücklich und zufrieden macht. Aber so einfach soll der Abend nicht enden, denn auch im privaten Leben der Schauspieler gibt es heftige Beziehungskrisen. Einer der Akteure schafft es nicht, sein Privatleben vom Bühnengeschehen zu trennen und fällt immer wieder aus der Rolle. Es kommt zu einer Fülle von Verwicklungen und fliegenden Wechseln zwischen Theater und Realität. Amüsante Ausflüge ins klassische englische Theater und private Querelen und Animositäten – eine echte Herausforderung für Zuschauer und Darsteller.
|